Reisebericht Tauchen in Nordhausen Juli 2015

Anne und die Sternenflotte

 

Auf Jürgens Email wegen einer Tour nach Nordhausen, meldeten sich fünf drei-Sterne Taucher und ich ( Anne) als 1-Stern Taucher. Also hieß es Anne und die Sternenflotte fahren nach Nordhausen.

Ein Teil von uns startete schon Freitagmorgen nach Nordhausen zur Tauchbasis Oasis. Das frühe Aufstehen wurde mit einem tollen Tauchgang im Forellensee belohnt. Forellen haben wir zwar keine gesehen, aber dafür  bei Sichtweiten von bis zu 20 Metern freischwebenden Bäume, die durch mit Luft gefüllten Kanister in Position gehalten wurden, Seerosen, Unterwassergras, Hechte, Graskarpfen, Muscheln und jede Menge Barsche in allen Größen.

Nordhausen-2015_07-Bearbeitet-22Um die Tradition zu wahren, haben wir die tollen Sichtverhältnisse genutzt und eine Minipyramide gebaut. Leider nur aus drei Leuten bestehend, da Marcus an der Kamera schwebte.

Da unsere Nachkömmlinge im Stau standen, wir ihnen aber den tollen See auch zeigen wollten, machten wir nach einem leckeren Essen beim Inder, einen Nachttauchgang.

Nachts zeigte sich der See mit den vielen Pflanzen und Bäumen sehr geheimnisvoll. Wir konnten Barsche, die wir aus dem Schlaf gerissen haben, Aale und jagende Hechte beobachten. Zuletzt griff einer sogar unsere Kamera an. Der Beweis ist ein Kratzer auf dem Gehäuse.

Nach einer erholsamen Nacht in einer tauchertauglichen Pension mit Trockenraum und großen gemütlichen Zimmern, ging es am nächsten Tag zur Tauchbasis von Actionsport in Nordhausen.

Der erste Tauchgang führte uns zur Charlotte III, einem ehemaligem Nordseekutter, der im See versenkt worden ist. Trotz der Tiefe von 20 Metern, hatten wir gute Sicht und haben das Schiff und seine Bewohner erkunden können: im Führerhaus trafen wir uns mit dem Kapitän und den Oberoffizieren Barsch.  Auf dem Rückweg im Flachwasser gab es viele Krebse und Jungbarsche zu sehen.

Nach einer gesunden Pause mit Melone und Pfirsichen, wollten wir uns gerade wieder anziehen, als es anfing zu gewittern. Zum Glück zogen die dunklen Wolken schnell vorbei, so dass wir den zweiten Tauchgang noch machen konnten.

Dank Danis Jack-Sparrow-Kompass fanden wir erst die Charlotte IV, ein großes Segelboot, das ein Barsch bewachte.

Nach einer kurzen Erkundung ging es weiter nach Nordhusia, einer Stadt, die vom Team der Tauchbasis in Eigenregie aufgebaut worden ist. Sie besteht aus einem Friedhof, Häusern und als Highlight aus einer Kirche.

Leider war es sehr aufgewühlt, so dass man die Stadt nicht im Ganzen auf sich wirken lassen konnte. Dennoch war es  faszinierend die Gebäude zu sehen und zu wissen, wie viel Arbeit dahinter steckt.

Auf dem Rückweg fühlten wir uns wie im Krämersee, da wir auf einmal in einem Schwarm riesiger Karpfen tauchten. Diese sammelten sich unter den Bäumen im Flachwasser.

Abends gingen wir zum Griechen um den Tag bei einem leckeren Wein ausklingen zu lassen.

Am nächsten Tag wollten wir noch zwei Tauchgänge machen, die jedoch auf Grund einer Gewitterfront mit Unwetterwarnung ausfielen. Schade, aber uns ging die Sicherheit vor. So haben wir einen Grund im nächsten Jahr noch mal nach Nordhausen zu fahren J

Anne